Fest für Neubrandenburger Fußball

Ein Fußballfest der besonderen Art erlebten die Neubrandenburger Fußballfreunde – mit einem Spiel zweier Mannschaften mehrerer Generationen. Sie ehrten damit den früheren langjährigen ehrenamtlichen Mannschaftsarzt Dr. Artur Baier anläßlich seines 80. Geburtstages. Er wurde wie auch der frühere Kapitän der Oberligamannschaft und spätere Trainer der BSG Post Jürgen Schröder zugleich mit der Ehrennadel des Fußball-Landesverbandes geehrt. Artur Baier erhielt außerdem die Ehrenmitgliedschaft des Vereins. Auch die gerade 80 Jahre alt gewordene frühere Kassenchefin der BSG Post Waltraud Meyer bekam Beifall und einen Blumenstrauß für ihr langjähriges Engagement. Klaus Borowski brachte als Gruß von E-Nationalspieler und früheren „Patienten“ Tim Borowski ein Originaltrikot des SV Werder Bremen mit der ganz speziellen Rückennummer „80 Dr. Artur Baier“ mit.
Zum Spiel streiften sich viele Oberliga- und Liga-Kicker und -Trainer das Trikot über und ließen ihr Können aufblitzen – als ältester Harry Mehrwald, der gemeinsam mit Jürgen Schröder 1964 den von zehntausenden umjubelten Aufstieg in die höchste Spielklasse der DDR erreicht hatte. „Eine tolle Sache, ich hab mich sehr über diese Ehrung gefreut“, so Artur Baier, der seine Mitstreiter anschließend zu einer dritten Halbzeit in gemütlicher Runde ins „Konsulat“ eingeladen hatte. 4:4 endete das Spiel, nicht zufällig mit jeweils drei Toren des Torjägerduos aus den frühen 2000er Jahren Mario Kusturin und Ronny Strübing. Aber das Ergebnis sei zweitrangig, so Jürgen „Pappi“ Hinz, der als sich einer der Initiatoren des Fußballfestes über die großen Resonanz freuen durfte. “ Er musste allerdings auch eine traurige Mitteilung verkünden: Der frühere Oberligaspieler Siegfried Nathow ist im Alter von 77 Jahren verstorben. Alle gedachten seiner mit einer Schweigeminute.
Der Nachmittag zeigte, wo der Neubrandenburger Fußball sein Zuhause hat“, so Hinz. Viele Aktive und Zuschauer äußerten den Wunsch, dass man regelmäßig auf diese Weise die Tradition pflegen sollte.
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